Weltethos
- Das Humanum in den religiösen Texten
Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. (5. Mose 10, 19)
Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! (Matthäus 7, 12)
Jesus aber sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzen Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte". Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22, 37-40)
Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels angeordnet, dass wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. (...) (Qur'an 5: 32)
Siehe, die da glauben, auch die Juden und die Christen und die Sabäer - wer immer an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag und das Rechte tut, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Keine Furcht kommt über sie, und sie werden nicht traurig sein. (Qur'an 2: 62)
Dies ist es, was Gott Seinen Dienern verheißt, die glauben und das Rechte tun. Sprich: „Ich verlange keinen Lohn von euch. Aber liebt dafür (euere) Nächsten." Wer eine gute Tat begeht, dem werden Wir gewiß noch mehr an Gutem erweisen. Gott ist fürwahr verzeihend und erkenntlich. (Qur'an 42: 23)
- Die Goldene Regel
„Aus alledem können wir ein notwendiges Minimum ableiten, dass jeder Gewalt, jedem Extremismus eine klare Absage erteilt und für ein friedliches Zusammenleben in einer globalisierten Welt plädiert:
- Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.
- Was du nicht willst, dass man dir tut, dass füge auch keinem anderen zu.
Würden wir diese Goldene Regel anwenden, ob im Büro, in der Fabrik, in der Universität, in der Politik, allerorts würden wir einen Klimawandel, eine friedvolle Revolution des Denkens miterleben. Dazu gehört es aber auch, dass wir Stellung beziehen. Dass wir nicht mehr wegschauen, wenn in unserer Gemeinschaft gegen Juden gehetzt wird, wenn in unserer Gemeinschaft der christliche Glaube lächerlich gemacht wird, wenn in unserer Gemeinschaft gegen Minderheiten wie Homosexuelle gewettert wird. Wir müssen dem Bösen und dem Bösen in uns eine Absage erteilen und es klar in die Schranken verweisen."



